
Im Frühling 2001 bekamen wir den Roller der Schwiegereltern mit nach Karlsruhe. Es handelt sich um einen Honda NH50 Lead Baujahr 1987. Der Kilometerstand war damals 22780 Km. Wir fuhren den Roller maßgeblich in der Stadt und auf dem Weg zu Freunden in der näheren Umgebung. Im Juli 2001 kam das erste Problem zu Tage. Der Roller beschleunigte nicht mehr über 30 Km/h. Ich fuhr zum ortsansässigen Honda-Vertragshändler um die Sache klären zu lassen. Diagnose: defektes Pleuellager, also wirtschaftlicher Totalschaden. Nun ja - ich entschloss mich, den Roller eben so lange weiter zu fahren wie es eben ging. Daheim machte ich die Verkleidung des Roller nochmal ab. Ich sah, daß eine Einstellschraube am Vergaser komplett fehlte. In Ermangelung anderer Hilfsmittel steckte ich kurzerhand einen Bleistiftstummel in das Loch und tränkte das Holz mit Öl. Seitdem lief der alte Honda wieder wie geschmiert.
Im November 2001 bei 25150 Kilometern bedurften nun doch einige Verschleißteile der Erneuerung. Wir ließen einen neuen Vorderreifen montieren. Ebenso ersetzte ich die schon über 13000 Kilometer gelaufenen Variatorrollen und den brüchigen Antriebsriemen. In Summe kosteten diese Erneuerungen sage und schreibe 253 Mark. Die an sich schon vollkommen fertigen Stoßdämpfer müssen bei den Ersatzteilpreisen noch bis nächstes Jahr warten.
Gelohnt haben sich die Ausgaben aber trotzdem. Statt der 52Km/h, die der Honda vor der "Renovierung" lief, bringt er es jetzt auf immerhin 60-65 Km/h (laut Tacho).
Mai 2002:
Wir haben den Honda zum Verkauf angeboten und auch verkauft bekommen (für einen sagenhaften Preis). Der Käufer fragte nur: "Tank voll?" und "läuft 60?". Er kaufte das Teil ohne eine Probefahrt gemacht zu haben.
In der Garage steht nun ein "Aprilia SR50 DiTech" Bj. 2001 mit 5400Km. An dem ist einfach alles besser. Bremsen, Fahrwerk, Motor, Verbrauch, einfach alles.

April 2003:
Der DiTech hat jetzt 8000 Km runter. Der Verbrauch hat sich trotz der Winterfahrten auf sagenhafte 2,1 Liter eingependelt. Der Ölverbrauch ist niedrig. Auf gefahrene 2600 Kilometer mussten wir einen Liter Öl nachfüllen. Einziges Manko: Der Verschleiß an Scheinwerferbirnchen ist recht hoch. Zwar kosten diese Leuchtmittel sehr wenig, doch der Einbau ist jedesmal eine Herausforderung da große Teile der Verkleidung abgebaut werden müssen.
Trotzdem sind wir mehr als zufrieden mit dem DiTech. Stinkt nicht, qualmt nicht, springt auch im Winter gut an und läuft sofort rund und nimmt hervorragend Gas an. Der Anzug bis Tacho 70 ist fantastisch. Die ersten Meter legt der DiTech zügiger zurück als mein Burgman. Die Höchstgeschwindigkeit laut Tacho beträgt rund 90Km/h bei entfernter Vario-Drossel. Das sind nachgemessene 75Km/h. Für die Stadt also auf jeden Fall schnell genug.
Juli 2003:
Die 10.000 Km-Marke ist geknackt. Der Benzinverbrauch bleibt konstant bei 2,1 bis 2,2 Liter. Inzwischen wurde der Hinterreifen verschleißbedingt austetauscht.
Juni 2004 (13.500Km):
Austausch folgender Teile: Zündkerze, Antriebriemen, Variomatik-Gewichte